zusammen mit ihren ganzen Schaaren. 5. Es wird ein Vertrage zwischen ihnen geschlossen wegen der jungen Männer, welche das Vieh fortgetrieben hatten, und wegen der hübschen Mädchen^, die mit ihnen gegangen waren, mit denen die Heerde aufbrach. Dem Regamon wird die Re- stitution der Heerde gewährt, und die Mädchen bleiben bei den Söhnen Ailill's, und es werden siebenmal zwanzig Milchkühe von ihnen zurückgelassen, für das Freien der Mädchen, und für die Verpflegung der Männer von Irland bei der Versammlung zur Táin bó Cúailnge. Daher heisst diese Geschichte Táin bó Regamon, und sie ist eine Vorgeschichte zu den Geschichten von der Táin bó Cúailnge. Ende. * üeber die Oic Bethra s. O'Donovan, Geneal. etc. of Hy-Fiachrach, p. 52. * Wörtlich: der Frieden einer Versammlung. ® In Lc. mac caem getrennt geschrieben dem darauf folgenden ingen caem entsprechend. In Eg. (wo caem bei ingen fehlt) ist maccaem das bekannte merkwürdige Compositum. Táin bó ßegamna. Dieser Titel fehlt in der Aufzählung der Táin im Buch von Leinster, Facs. p. 189, und man könnte vermuthen, er fehle deshalb, weil er ein falscher Titel zu sein scheint, denn der Name „Regamna" kommt in der ganzen Sage nicht vor. Allein der Titel findet sich in einer anderen Liste der Táin, die H. d'Arbois de Jubainville, Catal. p. 261, vornehmlich aus Rawl. B 512, mittheilt. Wichtiger ist jedoch, was schon Hen- nessy Rev. CJelt. I p. 48 erwähnt, dass unsere Sage unter die- sem Titel im Leabhar na hUidhri in der grossen Táin, und ferner im Gelben Buch von Lecan in der Táin bé Aingen citirt wird. In LU. lesen wir Facs. p. 77% lin. 20: Is andsin trá dogéni Cuchulaind frisin Mórrigain a tréde dorarngert di hi Táin bó Regamna. (Damals that C. der M. die drei Dinge an, die er ihr im T. b. R. vorausgesagt hatte.) Und in der Táin bé Aingen heisst es: ba hinand congraim adchondairc Nora form 7 ad- condairc Cuchulainn hi Táin bó Regamna (es war das Aus- sehen, das Nera an ihnen sah, gleich dem, das Cuchulainn in der T. b. R. sah). Der anscheinend falsche Titel ist also schon recht alt. Nun findet sich dasselbe Gespräch Cuchulinn's mit der Badb oder Morrigan, das den Hauptinhalt unserer Sage bildet, in dem Abschnitt der Táin bó Cúailnge, der den Titel führt: „Imacallaim na Mór[r]igna fri Coinculaind", Lü. Facs. p. 74 ^ Dies könnte zu der Vermuthung führen, dass „Táin bó Regamna" nur eine alte Corruptel für „Táin bó Mórrigna" sei. Dagegen spricht jedoch, dass in den Titeln Táin bó Fróich, Táin bó Regamuin, Táin bó Flidais, Táin bó Dartada der am Ende stehende Genitiv immer dem Namen des Besitzers oder 240 Táin bó Regamna. der Besitzerin der Kühe angehört, die fortgetrieben werden. Die Morrigan war aber nicht eigentlich die Besitzerin der Kuh, die ihr Cuchulinn streitig machen will, sondern die Kuh ge- hörte, wie im Táin bé Aingen erzählt wird, dem Sohn einer Fee und des Nera. Der Sohn heisst Aingene, die Fee selbst Be Aingene. Das Räthsel bleibt also ungelöst, woher der Name Regamna. Das Stück der Táin bó Aingen, in welchem die Handlung unserer Sage erzählt wird, stellenweise mit An- klängen an den Wortlaut^, unterlasse ich hier mitzutheilen, da ich die ganze Sage demnächst veröffentlichen werde. Das Hauptinteresse unserer Sage liegt in dem Auftreten der Morrigan oder Badb, und in dieser Beziehung ist sie von W. M. Hennessy in seiner Abhandlung „The ancient Irish God- dess of War", Rev. Celt. H p. 32 ff., berücksichtigt. Der Sagen- chronologie nach gehört sie der Zeit vor der grossen Táin an. Auch „das Fest des Bricriu" steht ausserhalb derselben. Wie ich dieses „Irische Texte" S. 236 ff. analysiert habe, so kann man auch an der Táin bó Cúailnge die sammelnde Thätigkeit der Erzähler oder Diaskeuasten noch erkennen, oder beobachten, wie die Einzelerzählungen zu einem grösseren Ganzen zusammen- geschlossen worden sind, und wie auch manches Stück erst später dazu gekommen ist. In dieser Beziehung ist die Verwei- sung auf unsere Táin wichtig, die sich in der Táin bó Cúailnge findet. Obwohl in LU. Facs. p. 74* das Zwiegespräch zwischen der Morrigan und Cuchulinn vorausgegangen war, in welchem erstere dem Cuchulinn genau wie in unserer Táin voraussagt, in welcher Weise sie ihn schädigen würde, wird doch, als der Kampf selbst stattfindet, nicht auf dieses vorausgehende Stück verwie- sen, sondern eben auf die Táin bó Regamna: jenes Gespräch ist wahrscheinlich erst später eingefügt worden, es fehlt in anderen Handschriften der grossen Táin. ^ Besonders bemerkenswertli ist der Anfang des betrefifenden Stückes: Berid in Morrigan iarww boin a mic-sium cen bái-soom ina codlud, con- darodart in Donn Cu&ilnge tair i Cuailnpe (Die Morrigan nahm die Kuh seines Sohnes fort, während dieser im Schlafe lag, so dass der Donn Cuailnge sie besprang im Osten in Cuailnge. Vgl. unten Cap. 4. Táin bó Regamna. 241 Den Text aus dem Gelben Buch von Lecan (Lc), Col. 648, lin. 12fif., habe ich selbst im October 1881 abgeschrieben. Den Text von Egerton 1782 (Eg.), p. 148, besitze ich in einer Ab- schrift des Herrn Standish Hayes O'Grady, der auch die Güte hatte meinen Text nochmals mit dem Ms. zu coUationiren. Beide Texte stimmen vorwiegend wörtlich überein, doch kann der eine nicht einfach aus dem andern abgeschrieben sein, da sich besonders gegen Ende doch auch stärkere Divergenzen zeigen. — In den kritischen Anmerkungen habe ich weder jede fehlende Aspiration ergänzt, noch Erörterungen über die Sprachform angestellt. Lc. Tain bo Regamna andso. 1. Dia m-bai Cuchulaind ina cotlad i n-Dun Imrind^ co cuala in gern* a-tuaid cach n-direoch ina dodium. 7 ba granda 7 ba haduathmar lais in gem^. Co w-diuchrastair triana cod- \ad coniä corwstair cor n-asclaind asa imda ior lar i n-airrthiur in tigi. Luid cen armu amach iartain co m-bai forsin faithci^ 5 cowid ben* ruc ina diaid imach a armu do 7 a edach ina diaid. Eg. Incipit Tain bo Ragamna.^ 1. Dia m-bui Cuchuluinn i n-Dun Imrid gu g-cuala ni an geim. Conn diuchríístar triana cotlad conid corustar asa imda go riacÄi ind aridin ina suidiu for lar iarsin^ immach do suidiu ar les, cu m-bu hi a ben bretho a etach 7 a armb ina diaig ^. 5 Lc. ^ Mit Eg. zu lesen Imrid, s. Dun Imrith SC. 9. * Mit Eg. zu lesen geim. " Im Ms. faithi mit i*nter gesetztem c. * Wohl zu lesen a ben. Eg. ^ Ueber dem ersten &: vel e (Regamna). * Vermuthlich ist vor iarsin ein Luid ausgefallen. ^ Besser diaid. 16 242 Táin bó Regamna. Lc. Co w-aca Lseg ina charbad indelti o Ferta Laig* a-tuaid. "Cid dot-uca?" ol Cuchxúaind^. "Gem^ dochuala tarsa mag" ar Lseg*. "Cid leih?" ar Cuchulaind. "An-iarthuaid amne" ar 10 Lseg, ",i. iar sligid moir do ChaiU Cuan. "Ina n-diaid dim" ar Cuchvlaind. 2. Tiagaid as i&rum corici Ath da Ferta. In tan badar ann iarwm i suidiu co cualadar culgairi in charbaid do thaeb Grellcha Culgairi. Co w-acadar in carpadi remib 7 senech derg 15 fai. Oenchos on fan each ocws sithbi in carpm'd tria secbnach* inn eich co n-äechaid gend trit fri fosad a edain anair. Ben derg and cowa dib braaib dercaib 7 a brat 7 a edach. A brat it*V di fert in charbaid siar co siged^ lar ina dedaid^ Eg. Conn facco ni Laeg aro chinn^ ina charpai inneltai oc Ferta Lseig in-tuaig^. "Cid dot-ugai?" ol CuculMmw* fri Loeg. "Geim ro chualai issin magh" ol hoeg. "Cid leth?" ol Cucäm- luinn. "An-iartuaig2 amne" ol hoeg, "Ina n-diaig*" ol Cnchu- 10 luinn. 2. Tiaguit ass iarum gu hAth da Ferta. In tan m-batar ann iarum gu g-cualatar culguiri in charpuit hi toib Grellchui Culguiri. Tiaguit foe conn faccatar ni in carpai ar a cinn no reimib.^ Oenech derg foa 7 oencass^ fo suidiu 7 sithue in 15 charpMÍí sethnu' ind eich cown dechuid geinn trit fri fosad a etain anair. Bean derg hissin charpai 7 bratt derg impi, ocus di brai dergai le. ocws a brat eter di fert in chaxi^uit siar co sliged Lc. * Mit wahrscheinlich erst später zugefügtem ÄspirationszeicJien : Lsegh. ^ Im Ms. qqul-, qqlaind. Ebenso noch öfter für cu in diesem Namen ein q. " Mit Eg. zu lesen geim. * Vermuthlich O'Clery's seatnach .i. corp. ^ Mit Eg. zu lesen sliged. ® Besser degaid; im Ms. mit nachträglich zugefügten Aspirationszeichen dedhaidh. Eg. * Besser ar a chinn. ^ Besser tuaid. * Im Ms. qql-. * Besser diaid. ^ Entweder ar a cinn oder reimib, eins von beiden ist eine Glosse. ^ Im Ms. kss. ' Richtiger sechnu, vgl. sechnó na Gréci Tog. Troi 1083. Gewöhnlicher ist sechnón. Táin bó Regamna. 243 7 fer mor i comair in charpawí: fuan forptha imbi 7 gaballorg Lc. findchuill fria ais, ic imain naw-bo faithi [brat derg uime 7 20 liathgai fria ais].^ 3. "Ni fa^ lib in bo occa himain" ol Cuculamc?. "Ni dir deit" ol in ben, "ni bo charad na choicele duit." "Is dir dam-sa" ol Cuculamí? "bai Ulad." "Eitircertaisiu an ba" ol in ben, "ba romor ara-cwrther laim lat a Cucxúaind" "Cid ariw- 25 did hi in bew adom-gladathar?" ol Cuchulamíí. "Cid na bu in fer?" "Ni fer sin adgladaitÄer-su" ol in hen. "hia" ol Cnchulaind, "orws^ twsu ara-labradar*." "hUar gseth sceo^ Luachar sceo he" ol si. "Amse is amra fat in anma" ol Cu- culaind. "Bad twsa tra adowgladadar ^ ol nim agaillnide or'' 30 lar ina diaig ^, oct*s ier mor hi comuir in charpuit. Fuan forb- Eg. bthai imme ocms gaballorg finnchuill fria aiss, og immain na bo. 20 3. "Ni foelid in bo lib og a himmuain*" ol Cnchuluinn. "Ni dir duit eim a heterccrt na bo so" ol in üen. "Ni bo charat na choigceliu duit." "Is dir dam-so eim ba hUlad huili" ol Cuchuluinn. "Etercertarso^ in ba a Chu" ol in üen. "Ced amdid in ben atum-gladatar^?" ol Cuchiduinn. "Cid 25 nach e in ier atom-gladathar?" "Ni fer sin atgladaigther-su^" ol in uen. "la" ol Cnchuluinn, "ol is twsso ara-labrathar." "hUar goeth sceo Luachair sgeo ainm in fir sin" ol si. "Amae is amru fot in anmu" ol Cnchuluinn. "Ba twsa tra atom-gla- tathar* in fecht so ol nim acallaciar in fer. Cia do chomainm- 30 Lc. ' Zu lesen na bo. Das Eingeklammerte ist eine nicht zum Vorausgehenden passende weitere Ausmalung. * Wahrscheinlich zu faelid zu ergänzen. ^ Mit der Abkürzung ; für us wie in tusu, ver- muMich für ar is, * Mit wahrscheinlich erst später zugefügtem Aspirationszeichen: labhradar. ^ Sieht im Ms. wie sceti aus. * WoM adom-gladadar zu lesen. ' Corrupt. Man erwartet entweder nim agailli (in activer Flexion) in fer oder nim agalladar in fer. Eg. 1 Besser diaid. * Zu lesen himmain. ^ Corrupt, wahr- scheinlich für Etercerta-so. * Zu lesen -gladathar. ^ Besser at- gladaither-su. 16» 244 Táin bó Regamna. Lc. in fer. Cia do comainm-siu fen?" ol Cucnlaind. "In hen sin adgladitAer-su " ol in fer "Febor begbeoil cuimdiuir folt scenb- gairit sceo uath." 4. "Mearaigi^ dognithi^ dim-sa" ol Cnculaind. Lasodain 35 lingthi Cuchulaind isin csírhad. Forrumai a di chois air sin^ for a dib guaillib 7 a cleitine for a muUach. "Na himir imrindi form." "Nod sloind di firslondud" ol Cuchulaind. "Scuch* dim di" ol si. "Am banchainti-sea em" ol si "7 is e Dairi mac Fiachwa a Cuailnge, dofucws in m-boin- 40 sea i n-duais n-airchedail." "Cluinem intaircedal^ di" ol Cw- chulaind. "Scuich dim nama" ol in hen "amal no chrothai uas mo chind." Teit iarwm, co m-bai itir di fert in chaihaid, gaibthi do iarwm: ^ Eg. siu fein?" ol Cuchuluinn. "Ni insa. In hen sin atgladaither- su" ol in fer "Foebar beo' beoil coimdiuir. foltt sgeanb gairitt sgeo hi^ a hainm" ol se. 4. "Meraigi dognith-siu dim-so" ol Cuchuluinn "fon innus 35 sin." Lingid Cuchuluinn lasoduin issin charpai 7 forrumai a da chois for a dib gluinib^-siu 7 a cleitini for a mullacy^. "Na himbir imrinniu eim formb" ol Cuchuluinn. "Scuith* dim dl" ol sii. "Am bancainti-siu em" ol si "ocus is ó Dairiu mac Fiachno a cCuaiIgniu tuccws in m-buin si a n-duais n-air- 40 cetail." "Cluinium th' airchetal dl" ol Cuchuluinn. "Scuith* dim nammá" ol in üen "ni ferdo^ duitt amin*' na chrothai Le. ^ Das g nachträglich aspirirt. * Das letzte i ist unten an das h gesetzt, vielleicht auch hier dognith-si zu lesen. ^ Zu lesen iar sin ? * Zu lesen Scuich^ s. lin. 41. ^ Wahrscheinlich ist t'airchedal die richtige Lesart. ^ Die Composition der Morrigan, in Lc. acht Zeilen auf Col. 649, ist so dunkel und corrupt, dass ich sie hier weggelassen habe. Anfang: doernais namgaib, Ende: .i. cluas armgreta (Hören von Waffenlärm). Siehe S. 254. Eg". * Zu lesen bec. ^ hi scheint corriipt zu sein. ^ Gewiss guailnib zu lesen. * Richtiger Scuich. ^ Zu lesen ferrdo. * Hinter amin ist amal einzufügen, oder amin ist in amal zu ändern. Táin bó Regamna. 245 5. Foccrt Cudmlaind bedg ina carpaíí, ni facai in ech Lc. na in mnai na in carpaí? na in fer na in m-boin. Co w-acca 45 ba hen-si dub forsin craib ina farrad. "Doltach ben adad- comnaic" ol Cudmlaind. "DoUuid beos forsin n-grellaig" ol in ben, .i. GrellacÄ [Dalla^(í] ^ DoUuid iarwm. **Adit CO fesind [bid tu ol in bew] ' bid tu" ol Cuchulaind, "ni bad samlaid no scarfamais." "Cid a n-darignisiu" ol si 50 "rod bia olc de." "Ni ciimsi^ dam" ol Cuchtdaind. "Cumcim eicin" ol in ben, "is ac diten^ do bais-siu atí«sa 7 biad" ol si. "Dofucwsa in m-boin-sea a sith Cruachan, co w-da-ro-dart in Dub Cuailw^re lim i Cuailw^e .i. tarb Dairi maic Fiacbwa. Ised aired bia-su i m-beathaid corop dartaig* in Iseg^ fil i m-broind 55 na bo so, 7 is e consaithbe Tain bo Cuailw^e." huas mo chinn" ol si. Tet di Cuchuluinn iarum co m-bui eter Eg. di fert in charpmY. Gaibid-se in laid si: ^ 5. Focerd Cuchuluinn bedg ina carpaí feissin iarum, naicc ni neoch iarum in mnai nach in carpai nach in n-ech nach in 45 fer nach in m-buin. Ocus con faco-sium iarum ba hen-si dub forsin croib ina farrud. "Doltach ben atat-comnaic" ol Cuchti- luinn. "Is dollud dowo bias forsinn greaWaig si co brath" ol in hen. GreWach Dolluid iarum a hainm o hoin ille. "Ocht^ ro feisind bed tu, ni samlaid no scarfamais" ol 50 Cuchuluinn. "Cidonrignis" ol si, "bieith olcc de." "Ni chum- gai olc dam" ol Cuchuluinn. "Cumgaim ecin" ol sin^ úen. "Is oc do^ ditin do baisiu atau-so 7 bia" oll si. "Doucus-sa in m- boin si eim" ol si "a sid Cmachaxi, co n-do-ro-dart in Donn Cuailgni lern .i. tarb Dare maic Fiachnui, 7 isé aret bia-so 55 i m-betho gurab daxtaid in loeg fil ina bruinn ina bo so, 7 is he cowsaidfe Tain bo Cuailgni." Lc. * Die eingeklammerten Worte sind offenbar zu streichen. * Zu lesen cumcai. ^ Richtiger ditin. * Bichtiger dartaid. ^ Später aspirirt im Ms.: laegh. Eg. ^ Der Teoct von Eg. ist gegen Ende der Composition kürzer, auch sonst sind starke Abweichungen von Lc. vorhanden. Anfang Doer- mais nom gab, Ende .i. cluas ind airmgretba. ^ Ocht für Acht im Ms. * sin für in im Ms. * do ist wohl zu streichen. 246 Táin bó Regamna. Lc. 6. "Bid am airdercu-siade^ áin tain hisin" ol Cuchulaind. "Gegna a n-anrada "brisfe a morchatha 60 "bid a^ tigba na tana." "Cia cruth coniche^ so" ol in hen, "ar tain in tan* no m-bia-sa icomrac fri fer comtren comcernda^ coimclis com- fobaid^ coimescaid coimceniuil comgaiscid comed' frit, biad-sa im escaing 7 fochicher curu im do cbosa isinn ath co m-ba 65 hecomlowí? mor duit. "Tongai* do dia toingthe Ulaw?" ol Cuchulaind, "for-da- nesiub-sa^ fri glasleca inn atha, 7 ni cod bia icc uaim-sea co brath, manim derga-su." 7. "Bid am sod^" glas dowo duid-seo" ol sisi, "7 gebad Eg. 6. "Biam airdirciu-sa-di din tain hisin" ol Cuchuluinn. "Gena a n-anrado 60 "brisfe a morcaíAo^ "bia tigba na tano." "Cinnus cownigfa-sa anni sin" ol a^ úen, "ar in tain no m-bia-sa oc comrac fri fer comtren comcroda comcliss com- fobthaith coméscaith comciniúil comgaiscieí commeti' friut .i. 65 bam esccung-so ocus fochichiur curu immot cliossa ission ath gu m-ba heccomlunn mor." "Förtonga do dia tuingthe JJlaid" ol CuculMmw, "for-tat- naesab-su fri glaisslecta* ind atho ocms ni cot bia icc huaim- siu de gu hrath manim dergwso." 70 7. "Bia sod-sa dowo glass duitsi" ol si "7 geba breit do Lc. ^ Zu lesen -saide. ^ Für bid a su lesen bia. ^ Mit später untergesetztem a: conicbea. * Zu lesen ar in tan oder ar in tain. * Im Ms. comicnda. ^ Zu lesen comfobthaid. ' Zu lesen comeid (com-méit). " In älteren Mss. tong, tongu, oder tongaim. * Zu lesen for-dot- *° Später zu sodh corrigirt. Eg. ' Im Ms. ko geschrieben. * Zu lesen an oder in. ^ Wahrscheinlich zu lesen commeit. * Besser -lectha, aber aUir. lecca. Táin bó Regamna. 247 breth dit^ doit n-deiss corici do rigid ^ cli." "Nad bewab-sa Lc. secwm" ol esimn "cosin cleitiniu combeba^ do suil cle no dess it chind, 7 ni cot bia icc uaim-sea co brath, manim dergaitÄcn" "Biat-sa am samaisce find ogbdeirg* dl" ol sí "7 dorag isin lindid^ i fail inn atha i m-bia-so icomrac fri fear, 7 cet m-bo find n-oderg im deoid, 7 mebwsmet uile im dedaid^-sea isin 75 ath, 7 cowbibwstar fir fer in la sin 7 gettair do chend dit." "Fochicher-sa erchor as mo thabaill fort-su" ol esiwm "combeba do ser n-deis no chli' fout, 7 ni con bia do cobair uaim-sea, manim dergaisse." Luid ass in badb iarwm 7 dointa Ouxihulaind dia treib 80 fodesin, conad remscel do thanaid bo Cuailwgre sin. Finit ame». doid in deiss conicci do righid cli." "Tongitsa do dia tuingti Eg. hUlaMÍ" ol QviChuluinn, "not benab-si secham gom cletine gum- beba^ do hsuil it chinn 7 wocot bia icc huaim-siu de go brath manim dergai-si." "Biam samuiscc-siu finn auoderg" ol sissiu "ocus dorag issinn linn hi fail inn athu innatan^ ro m-biarso 75 oc comrucc fri ier bwss coimcliss duitt, octts cet noud^ finn n-obrecc inim diaig*, ocms membuis innet^ huili imm diaig-siu* issin n-ath, ocws cowbibwstar fir íer fort-so allaa sin ocus get- tair do chenn ditt issinn ath sin." "Tungu .7rl. fochichiur-sa hurcur as mo tabaiZZ fortt-sa co memb^ do gerr gara foat, 7 80 ni CO m-bia icc huaim-si de co hrath, manim de/"gai-si, 7 ni com gentar-so alla sin eter" ol Cxichuluinn. Scarsat iarsin 7 luid Cuchuluinn ior culo dorithisiu do Dun Imrit' 7 luithi in Morrigan cowa buin hi sid Cruachan la Connachta. Finit. 85 Lc. ^ Das t unter der Linie nachgetragen. * Später zu righidh corrigirt. * Besser commema. * Zu lesen ódeirg, im Ms. og mit Aspirationszeichen. * Zu lesen lind. ^ Besser degaid. ' Acc. für den Nom. "Eg, * Besser gummema. * Zu lesen in tan. ^ Corrupt für m-bou. * Besser diaid. * Corrv^t für mebuismet. * Corrupt für commeba oder commema. ' Zu lesen Imrith, 248 Táin bó Regamna. Táin bó Eegamna. (Uebersetzung nach Lc.) 1. Als Cuchulinn im Schlafe lag in Dun Imrid, da hörte er ein Geschrei von Norden her grade auf sich zu, und das Geschrei kam ihm schrecklich und kam ihm sehr furchtbar vor. Er erwachte mitten in seinem Schlaf, so dass er wie ein Sack aus seinem Bett auf den Boden im östlichen Theile des Hauses fiel.* Ohne Waffen ging er darauf hinaus, bis er auf dem freien Felde war, und [seine] Frau trug ihm seine Waffen hin- aus nach, und sein Gewand nach. Da sah er Laeg in seinem angespannten Wagen von Ferta Laig von Norden her [kommen]. „Was bringt dich her?" sagte Cuchulinn. „Ein Geschrei, das ich über die Ebene gehört habe" sagte Laeg. „In welcher Kichtung?" sagte Cuchulinn. „Von Nordwesten so her" sagte Laeg, „auf der grossen Strasse nach Caill Cuan." „Lass uns ihm nach!" sagte Cuchulinn. 2. Sie gehen darauf hinaus bis nach Ath da Ferta.* Als sie da dann dort waren, hörten sie das Geräusch (culgaire) eines Wagens von der Seite von Grellach Culgairi^ her. Da sahen sie einen Wagen vor sich, und ein rothes Pferd an ihm. Ein Bein an dem Pferd, und die Deichsel des Wagens durch den Leib des Pferdes, so dass ein Pflock durch dieselbe ging vom vor dem festen Halt seiner Stirn.* Ein rothes Weib darin mit ihren zwei rothen Brauen, und ihr Mantel und ihr Kleid [waren * Zu go riacht ind aridin ina suidiu for lar in Eg. vgl.: Teit ifUB stiidi n-airithin, FB. 7 LMDD. lin. 108. ^ Vgl. ic Ath da Ferta („juxta Vadum duorum mirabilium") a Muigh Conaüle, Chron. Scot. p. 130. Magh Conaille „a district in the present county of Louth". " Grellach bezeichnet ein lehmiges Terrain, Grellach CtUgairi der frühere Name für Grellach Dollaiih, s. weiter unten. * Ich habe anair mit „vorn" übersetzt (wie siar gleich darauf mit „hinten"), denn „östlich" passt hier nicht. Die Construction ist aber wie in fri Etaü anair, östlich von Italien. Táin bó Regamna. 249 roth].* Ihr Mantel hinten zwischen den zwei Rädern des Wa- gens, so dass er den Boden hinter ihr glatt strich, und ein grosser Mann neben dem Wagen. Ein . . . Rock ^ um ihn und ein Gabelstock von Haselholz auf seinem Rücken, indem er eine Kuh vor sich her trieb. [Ein rother Mantel um ihn und ein grauer Speer ^ auf seinem Rücken.] 3. „Die Kuh freut sich nicht bei euch, fortgetrieben zu werden." „Dir gebührt sie nicht" sagte das Weib, „es ist nicht die Kuh eines Freundes oder Genossen von dir." „Mir gebühren" sagte Cuchulinn „die Kühe von Ulster," „Du ent- scheidest über die Kuh," sagte das Weib, „es ist zu viel, wor- auf von dir die Hand gelegt wird, o Cuchulinn!" „Warum ist es das Weib, das mich anredet," sagte Cuchulinn, „warum war es nicht der Mann?" „Es ist nicht ein Mann, den du anredest" sagte das Weib. „Ja" sagte Cuchulinn, „weil du es bist, die für ihn redet."* „Er ist Uar-gaeth-sceo Luachair- sceo."^ „0 weh, die Länge des Namens ist erstaunlich" sagte Cuchulinn. „Sei du es aber, die mich anredet, denn der Mann redet mich nicht an.^ Was ist dein eigener Name?" sagte Cu- chulinn. „Das Weib, das du anredest" sagte der Mann, „ist Faebor beg-beoil cuimdiuir folt scenb gairit sceo uath."'^ 4. „Einen Narren macht ihr aus mir" sagte Cuchulinn. Hiermit sprang Cuchulinn in den Wagen. Er setzt dabei seine zwei Füsse auf ihre zwei Schultern, und seinen Speer auf ihren * In Eg. besser: und ein rother Mantel um sie. ^ Zu fuan forptha vgl. lenn no hrat formtha Gl. zu sagana („Vel potest esse quoddam genus vestis, qua antiquitus sagaces induebantur" Ducange) Sg. 51^, 9 ed. Ascoli. ^ Uath-ga ebenso LL. p. 99». * Vgl. hriathar De dorn erlabrai S. Patr. Hy. 31 (mit dem Worte Gottes, dass es für mich spreche). * Uar-gaeth „kalter Wind", luachair „Schilf", sceo „Menge"? vgl. sceo neimhe A. iomad neinihe O'Cl. ® Dieser Satz ist nach Eg. übersetzt, denn Lc. ist hier corrupt. ' Faebor „Schneide", beg-beoü „kleinmündig", cuimdiuir „gleich ge- ring"? folt „Haar", scewö „Splitter", „Stachel"? gairit „kurz", sceo „viel", „Menge"? uath schrecklich. Auf dieUebersetzung des Ganzen verzichte ich. 250 Táin bó Regamna. Scheitel. „Lass nicht spitze Waffen auf mir spielen!" „Nenn dich also mit wahrem Namen" sagte Cuchulinn. „Geh denn weg von mir" sagte sie. „Ich bin eine Satiristin" sagte sie, „und er ist Daire mac Fiachna aus Cúailnge, ich trug diese Kuh als Lohn für ein Gedicht davon." ^ „Wir wollen dein Gedicht hören" sagte Cuchulinn. „Geh nur weg von mir" sagte das Weib, „wie du über meinem Kopfe schüttelst!" ^ Er geht dar- auf, so dass er zwischen den zwei Rädern des Wagens war. Darauf sang sie ihm:^ 5. Cuchulinn that einen Sprung in ihren Wagen: er sah weder das Pferd noch das Weib noch den Wagen noch den Mann noch die Kuh. Da sah er, dass sie ein schwarzer Vogel auf dem Zweige in seiner Nähe [geworden] war. „Ein gefähr- liches (doltach)^ Weib bist du!" sagte Cuchulinn. „Dolluid wird künftighin die Bezeichnung des Grellach sein" sagte das Weib, nämlich Grellach Dolluid [hiess es] darauf. „Wenn ich nur gewusst hätte, dass du es bist" sagte Cu- chulinn, „würden wir uns so nicht trennen." „Was du auch ^ Sie sagt dem Cuchulinn noch nicht die Wahrheit, denn, wie wir weiter unten und in der Táin bé Aingen erfahren, hatte sie die Kuh dem Sohn des Nera aus dem Sid Crúachan entführt, dass sie der Stier des Daire bespränge. Jetzt ist sie auf dem Rückwege nach dem Sid. — Nach Eg. müsste man übersetzen: „und ich trug die Kuh davon von Daire mac Fiachno als Lohn für ein Gedicht." — Zu i n-duais vgl. „doas, reward", Vit. Trip. ed. Stokes, Index. ^ In Eg.: „nicht ist das besser so für dich, dass du über meinem Kopfe schüttelst. ' Das Gedicht muss für Cuchulinn irgendwie eine Beleidigung oder eine Herausforderung enthalten. * Es läge nahe, doltach in dölUhach „zauberisch" corrigieren zu wollen, allein es muss doch wohl das von dollod „Nachtheil", „Scha- den", gebildete Adjectiv sein. GreUach Dolluid veird erwähnt Vit. Trip, ed. Stokes p. 518, 13, Chron. Scot. p. 111, und ist das jetzige „Girley, near Keils, co. Meath" (Hennessy). Vermuthlich ist Dolluid der Gen. Sg. von dollod, man könnte aber auch an O'Clery's dolaidh .i. dofulaing (unerträglich) denken. Die üebersetzung mit „gefährlich" ist also mög- licherweise nicht ganz zutreffend. Táin bó Regamna. 251 gethan hast" sagte sie, „es wird dir Uebles davon werden." „Du kannst mir nichts [anhaben]"^ sagte Cuchulinn. „Gewiss kann ich" sagte das Weib. „Deinen Tod behütend bin ich und werde ich sein"* sagte sie. „Ich brachte diese Kuh aus dem Sid von Cruachan, so dass sie durch mich der Dub Cuailnge in Cuailnge besprang, ^ das ist der Stier des Daire mac Fiachna. So lange wirst du am Leben bleiben, bis das Kalb, das sich im Leibe dieser Kuh befindet, ein Jährling ist, und dieses ist es, das die Táin bó Cuailnge veranlassen wird."* 5. „Um so berühmter werde ich in Folge jener Táin sein" sagte Cuchulinn. „Ich werde ihre Krieger tödten, „ich werde ihre grossen Schlachten brechen, „ich werde die Táin überleben!" „Wie wirst du das können" sagte das Weib, „denn wenn du im Kampfe sein wirst mit einem ebenso starken, ebenso * Von Cfid a n-darignisiu an bis a tigba na tana übersetzt von Hennessy, Rev. Celt. I p. 47, von dem ich aber in einigen Punkten ab- weiche. — Ni cutna dam „I care not" Henn. (vgl. „cuma, grief", Stokes Salt. Index); ich habe ni cumcai dam übersetzt. ^ „it is protecting thee I was, am, and will be" Henn. a. a. 0. Allein do baissiu kann nicht 1. Sg. Perf. von Mu sein. ^ Fast dieselben Worte in der Táin bé Aingen, s. oben S. 240. Zu con-da-ro-dart, T-praet., vgl. Stokes, Beitr. zur Vgl. Sprachf. VIII S. 329, femer LL. p. 69», lin. 31: cóica samaisce no daired cach lái, fünfzig Kühe pflegte er jeden Tag zu bespringen (derselbe Stier). Um diesen Dub Cuailnge in ihre Gewalt zu bekommen, veranstaltete Medb den grossen Kriegszug gegen Ulster, dessen Ereignisse eben in der Táin bó Cuailnge geschildert werden. * „and it is it that shall lead to the Tain Bo Cuailnge" Hennessy a. a. 0. Dieselbe Wendung kehrt wieder in der „Cophur in da muc- eado" genannten Sage, aber nur in Egerton 1782, p. 73i> (nicht auch LL. p. 246): batar he consaithset Tain ho Cuaünge, sie waren es (die beiden Schweinehirten), die die Tain bo Cuailnge veranlassten (insofern näm- lich der Dub Cuailnge von dem einen, der Findbennach von dem andern Schweinehirten abstammte). Wieso das Kalb, von dem oben im Texte die Rede ist, die Ursache der Tain wurde, erfahren wir aus der Tain be Aingen. 252 Táin bó Regamna. siegreichen^, ebenso gewandten ^, ebenso scbrecklichen ^ ebenso unermüdlichen, ebenso edlen ^ ebenso tapfem^ ebenso grossen Mann wie du, werde ich ein Aal sein,'' und ich werde Schlingen ziehen um deine Füsse in der Furt, dass es ein grosser Nach- theil für dich sein wird," „Ich schwöre zu Gott, was die Ulter schwören," sagte Cuchulinn, „ich werde dich gegen die grünen Steine der Furt quetschen,^ und dir wird nimmer Heilung werden von mir, wenn du mich nicht lassest!" 6. „Ich werde auch eine graue Wölfin'^ für dich werden" * In Eg. comchroda ebenso muthig. 2 Vgl. cach fer comehliss 7 comgascid do lasón, Tog. Troi 149, comchliss von cless Kampfspiel. Stokes setzt im Index Substantiva „com-chless, equal feat", „com-gaisced, equal valour" an, und die Be- rechtigung dazu scheint zu folgen aus Wendungen wie fer do chomnirt 7 do chomgascid , wie gleich darauf fer do dingbala-su, Tog. Troi 1284. Allein es kommen solche Composita mit com und Substantiv auch in adjectivischer Geltung vor, zum Theil mit Uebergang in die i-Declina- tion (wie lat. inermis von arma), und so fasse ich sie an unserer Stelle, denn sie sind Adjectiven wie com-ihren u. a. coordinirt. Vgl. coimchliss lin. 76 in Eg., comlund cróda comnart uafhmar Tog. Troi 1917, u. a. m. ^ Zu comföbthaid vgl. air ni fuUJiad fil isind lassir, Gl. zu inflam- matio . . quae non terret Ml. 40", 2. * Vgl. coimchenel .i. comsaor, O'Don. Suppl. ^ In Lc. wörtlich: werde ich in meinem Aal sein, eine bekannte idiomatische Wendung. ^ Zu for-nesiuh vgl. 4. ness in meinem Wtb. (auch O'Clery hat neas .i. credit) und „neasaim, I wound", O'R. — Im Zwiegespräch zwi- schen Mórrigan und Cuchulinn, LU. p. 74», lin. 42: "Not geb-sa" or se "im ladair commebsat fasnai", „ich werde dich" sagte er „in meine Gabel nehmen, dass deine Rippen brechen" {ladair, gewöhnlich im Plural, wird von der Gabelung der Zehen und der Finger gebraucht, s. mein Wtb.). — In der entsprechenden Stelle des Kampfes, LU. p. 77», lin. 1: benaid in n-escongain co mebdatár a hasnai indi, er schlägt den Aal (im Irischen Fem.), dass ihre Rippen in ihr brachen. — In Eg. 93 heisst es dafür deutlicher: tug builli dha hsaü chli na ceand co n-derna leth in chind di ar m-brisiudh a lethchind, er that einen Stoss mit seiner linken Ferse auf ihren Kopf, so dass er die Hälfte des Kopfes von ihr nahm (?), nachdem er die andere Hälfte zerstossen hatte. ' Vgl. die Prophezeiung in LU. p. 74», lin. 44: Timorc-sa in cethri forsind áth do dochum-sa irricht soide glaisse, Ich treibe das Vieh zu- Táin bó Regamna. 253 sagte sie, „und ich werde .... nehmen^ von deiner rechten Hand bis zu deinem linken Arm." „Ich werde dich trefifen an mir vorbei" sagte er „mit dem Speer, dass dein linkes oder rechtes Auge in deinem Kopfe ausbricht, und dir wird nimmer Heilung von mir werden, wenn du mich nicht lassest." „Ich werde dann eine weisse rothohrige Kuh werden" sagte sie, „und werde in den Teich gehen in der Nähe der Furt, in der du dich im Kampfe befindest mit einem Manne, [der ebenso gewandt in Kunststücken ist wie du,]^ und hundert weisse roth- ohrige Kühe hinter mir her,^ und ich und alle hinter mir her werden in die Furt einbrechen,* und es wird „die Wahrheit sammen an der Furt auf dich los in der Gestalt einer grauen Wölfin. In der Schilderung des Kampfes Lü. p. 77», lin. 5 finden wir den Zu- satz maic tire zu sod, wodurch die „Wölfin" deutlicher ausgedrückt ist {sod könnte auch „Hündin" bedeuten): Tan-autat-som in t-sod maic tire doimmairg na M fair dar, Die Wölfin greift ihn an, welche die Kühe hinten auf ihn zusammengetrieben hatte (anders Hennessy, Rev. Celt. I p. 48). Eg. 93, fol. 29b, 1 kommt unserer Stelle etwas näher: dochuaidh side irricht tsaidhi gairbhi glaisi 7 teasgais a dhoid Concu- lairm, sie kam in der Gestalt einer rauhen grauen Wölfin und biss in (?) Cuchulinn's Hand. ^ Will die Mórrigan vergelten, indem sie als Aal seine Füsse um- schlingt, dass er mit seinen Füssen auf sie gesprungen, und dann, indem sie als Wölfin seine Hand angreift, dass er mit seinem Speer sie bedroht hat? Aber was ist gebad breth (breith) oder iweii? ^ Der Relativsatz aus Eg. ergänzt. ^ Zu der idiomatischen Ausdrucksweise mebusmet uile im degaid- sea vgl. imraidfem-ni 7 Medb TBFlid. lin. 12. * Kommt der Angriff der Kühe daher, dass Cuchulinn die Kuh in Anspruch nehmen wollte, welche die Mörrigan bei sich hatte? — Aehn- lich der Angriff der Kühe LU. p. 74i>, lin. 1 in der Prophezeiung: Torach dait irricht samaisci máile dérce riasind éit, co mensat (zu lesen memsat) ort forsna ilathu 7 forsna hathu 7 forsna linniu 7 nim aircecha-sa ar do chend, Ich werde dir kommen in der Gestalt einer kahlen rothen Kuh vor der Heerde (zu et s. O'Don. SuppL), so dass sie dich in die Flucht schlagen werden über die . . . und über die Furten und über die Teiche, und du wirst mich nicht für dich sehen („before thee" wäre ar do chind, s. Rev. Celt. I p. 46, II p. 490). — Das entsprechende Stück im Kampfe lautet Lü. 77», lin. 7: Téite irricht samaisce máile derge, muitti riasna buaib forsna linni 7 na hathu. Is and asbert-som "ni 254 Táin bó Regamna. der Männer" an dem Tage [gegen dich] entschieden und dir dein Kopf abgehauen werden."^ „Ich werde einen Wurf aus meiner Schleuder auf dich thun" sagte er, „dass dein rechtes oder linkes Bein^ unter dir bricht, und nicht wird dir von mir Hülfe werden, wenn du mich nicht lassest." Darauf ging die Badb fort^, und Cuchulinn kehrte nach seiner Wohnung zurück, so dass dies eine Vorgeschichte zur Táin bó Cúalnge ist. Ende. airciu (A. ni rochim) a n-áthu la linni." Sie kam in der Gestalt einer kahlen („hornless" Henn.) rothen Kuh, sie brach vor den Kühen los über die Teiche und über die Furten. Damals war es, dass er sagte „Nicht erreiche ich ihre Furten mit den Teichen." * Cuchulinn erweist sich auch darin stärker als die Morrigan, dass er wenigstens in dem Kampfe, in dem diese ihre Drohungen ausführt, nicht seinen Tod findet. 2 Zu ser vgl. seir in meinem Wtb. Der Anlaut war ursprünglich sv, vgl. LU. p. 69a, lin. 28: Atnaig Fergus id n-erchomaü tria a di pherid {da n-id im chaüaib choss Etarcomail, LL. p. 72 1>, lin. 7), Fergus zog eine Fussfessel durch das Dünne seiner Beine. In der im TBC. befind- lichen Prophezeiung heisst es LU. p. 74», lin. 5: commema do fergara fót, aber was ist gara'i Noch weiter von unserem einfachen ser oder seir entfernt sich im Kampfe LU. p. 77», lin. 10: co memaid a ger gara fói. Ebenso oben im Text von Eg. do gerr gara, und dieses mir un- verständliche gerr gara hat auch Eg. 93, fol. 29 1>, col. 2 (TBC). * Nach Eg. geht die Morrigan in den Sid von Cruachan in Connacht. Das Gedicht der Morrigan. Lc. {zu S. 244 lin. 43): Doernais namgaib gaib eiti ablatutar ic.u Muirrthemwe {darüber .i. arg mag M^rthemne). moracrat romleic dia- meidib fiachanwa amanse nach cach do arbiur adomlig. Ardbae sen marb maigi Sainb {darüber: i. Ai) cerda croichengach cocbith metsi« glinni lat les fiwd fir itho is de buaib brethai treth tuasailc os do marai airdde cechlastar Cuailngi a Cuculamw fri burach mbuaid ar cuailgi a Cuchu- lainn cair. buidi ben basa eisen cuil arm deisi ar ssegal dian taith .i. cluas armgreta. Eg. {zu S. 245 lin. 43): Doermais nomgaib gaib eti eblatar tai- richta Muirtemniu morochrat romlec dianedim fiach amainsi nachach doarbair adomling airddhe oenmairb Maige Sainb croi chengach cocbith mestinglinne let leiss finn frithoiss dobeoib brectith reth tuasailg osduni arai ardd cechlastair Cuailngne a Chuchuluinn arindlindsi ar soegaul de antuaith .i. cluas ind airmgretba. Nachträge und Berichtigungen. Herr S. H. O'Grady hat mich während des Druckes meiner Arbeit mit werthvollen Bemerkungen unterstützt. Was ich davon an der rechten Stelle nicht mehr anbringen konnte, wird hier mit nachgetragen. Táin bó Dartada: S. 187 lin. 5: das Datum von Eg. 1782 ist 1419; lin. 28: Eg. hat lin. 131 tiagur. — S. 189, Eg. lin. 8 zu lesen agallwim; Lc. lin. 17 zu lesen in(and) acen, d. i. die Fragepartikel mit angefügtem Pron. der 1. Plur. — S. 190, lin. 21: Eg. hat cein; Anm. 2 Eg. zu lesen enich. — S. 191, lin. 46: Eg. hat feruinn; lin. 59 zu lesen urcomaZ; lin. 69: Eg. hat dúine; Anm. 5 Eg., die correcte Form wäre múchtha. — S. 192 Anm. 4, do-immgarim bedeutet ich lade ein (vgl. tiomghaire .i. iarraidh O'Cl.). Táin bó Flidais (über ein in Edinburgh befindliches Ms. s. oben S. 109): S. 210, lin. 69, zu gun airliuch vgl. Kagab cach dib ic airlech araile Tog. Troi 596, airlech ist der Inf. zu ar-sligim (s. lin. 102 Lc). — 5. 211, lin. 83 Eg., for aithcíí würde bedeuten, dass die Verwundeten heimlich hinüber geflüchtet wurden. — Herr S. H. O'Grady stellt mir aus dem Ms. H. 3. 18, T. C. D., p. 6031» einen Complex von Glossen zu dieser Táin zur Verfügung: Do Thain bhó Flidhais an bec so. 1. (LL. lin. 8) Meat .i. milHttá, ut est Cid dodhén di sunn ol Ferghws na raibh meath n-enigh n-anma duit ann ol Ailill. — 2. (LL. lin. 12) Imráidhfemne .i. cuirfim, ut est Imraidhfemne 7 Medhbh nech úainn co hAih7Z Finn do chobhair diin. — 3. (LL. lin. 14) [Cojdul .i. i&rraid 7 do .i. air, ut est üair is codul nech do. ni fil nah twsa faden nod téit bi fearr-de ind ascaidh bar Aimi. — 4. (LL. lin. 33) Et .i. faghail 7 aiscidh A. athchuinghi no tabhartMS 7 céilidhe .i. muinnterws no cuaird, ut est Étar aiscaidh (sie) di ceihra dl dúin ata éigin mór forn. Ni bera-su ascaidh uaim-si ol AMI dia n-ana ceilidhe lium. — 5. (LL. lin. 46) Tairgeih . i . tigeih ut est Tairgeih fer inn ath ol F[e]argMS focÄeioir a n-dorws in lis. — 6. (LL. lin. 56) Beanaidh .i. cuiridh ut est Benaidh Dubhthach sleigh trit CO w-deachmtZ tria dhi sliasait. — 7. (LL. lin. 64) Ataigh .i. dochuir iat ut est Dotset Flidhais lasodhain assin dun 7 ataig a brat tairsiu a triur. — 8. (LL. lin. 118) Toiscidh .i. mian no biathadÄ amaZ atbeir Is ann sin luidh Flidhais co Fergus mac Róich 7 is dó-sin no ghaibheih Flidhais cacÄa sechtmnd lá do fe?*aibh Erenn dia toiscidh oc in áin (sie). 256 Nachträge und Berichtigungen, Der Text, auf den sich diese Glossen beziehen, entspricht am nächsten dem von LL. (s. Gl. 5). — In 1. sind die Worte anders auf die Redenden vertheilt, als in LL. und Eg. — Die 2. Stelle ist nach der Glosse zu übersetzen: „Ich und Medb wollen uns Jemand von uns zu Ailill Finn überlegen (d. i. Wir wollen Jemand zu A. F. schicken), dass er uns Hülfe leiste." Hierfür spricht, dass in LL. und Eg. vor nech keine Interpunction steht. Zu meiner Auffassung der mit nech beginnen- den Worte vgl. FB. 7 L. lin. 66 (Ir. T. II, 1, S. 176). — In 3. giebt die Glosse iarraid zu codul wenigstens einen gewissen Anhalt: „Weil das Verlangen nach Jemandem dabei ist, dazu kommt"? Meine Uebersetzung war beeinflusst durch O'Clery's codal .i. comhdhál no cairde. TáinbóRegamain. Zu dieser Táin theilt mir Herr S. H. O'Grady aus H, 3. 18, p. 605 a die folgenden Glossen mit: Tain bo Kegamain sunn. 1. (Lc. lin. 3) Cadhlai .i. úth ut est almhai imda lais di cethraibh chaemchadhlai uile. — 2. (Lc. lin. 32) Focul .i. athchuinghi ut est Tabhair mo tri lánfocail damh-sa ar Maini amaZ rosecha do thenga rot biad acht betha ol in inghen (im Ms. innighen). — 3. (Lc. lin. 53) Fobsisemarne .i. racham ut est Fobsisemar-ne ar ar n-enech 7 ar ar 8nadhu[dh] ar si. — 4. (Lc. lin. 62) Fosagar .i. inniain no foillsiugMci ut est Eighthar fón tuaith dia n-éis fosagar do Regaman an scél. — [5. Coscur .i. buaidh ut est Bi coscur duit-si cipsi cruth Ol SÍ.] Der Text der Glossen stimmt am nächsten zu dem von Lc. — Nach Gl. 1 wäre zu übersetzen „alle mit schönen Eutern"; O'Clery hat die Glosse cadhla .i. cáolán („the small guts" O'R.). — Nach Gl. 2 würde Lc. lin. 32 zu übersetzen sein: „Wie deine Zunge [sie] ausspricht, werden sie dir werden, ausgenommen das Leben", vgl. Sench. M. I p. 72, lin. 6. Zu rosecha vgl. nach mod rosasad mo beoil Brocc. Hy. 17 (Gl. .i. roseset); aseca wird dieselbe Wurzel enthalten und nicht zu assec (wie S. 235 vermuthet ist) gehören, vgl. fri innaisc in sceóil sin Tog. Troi 1076, ferner tásc Gerücht, Nachricht, aithesc Bescheid? — In 3. werden die betreffenden Worte gegen Lc. und Eg. dem Mädchen zugeschrieben; die Glosse racham kann so nicht richtig sein. — Gl. 5 bezieht sich auf eine Stelle der Tain bo Dartada, Lc. lin. 129. — Tain bo Regamna. Eg. lin. 75, ocus ist ocu mit der Abkürzung für US geschrieben. — S. 254 Anm. 2. Für den zweiten Bestandtheil von fer-gara verweist mich Stokes auf cara („a leg or haunch" O'R.), Betha Shenain lin. 2092: baitter a céíoir in t-each isin linn, con náces di acht a cara uasin lind; cymr. corn. bret. gar, Bein, Schinken, com. Plur. garrow, zu roman. garra, Diez Et. Wtb. P 201. — Lin. 3 in Lc. unter in(gem) von späterer Hand ind, lin. 38 em zu emh gemacht. Zu